Zugriffsklassen
Die Zugriffsklassen regeln die Verfügbarkeit der Daten für NutzerInnen und die jeweiligen Bedingungen dazu. Sie werden von DatengeberInnen der Daten festgelegt und sind in den WISDOM Dokumenten angeführt. WISDOM setzt sich grundsätzlich für einen möglichst freien Zugang zu den Daten (im Rahmen der Nutzungsbedingungen) ein. Dennoch gibt es Fälle, wo ForscherInnen aus nachvollziehbaren Gründen Einschränkungen der Zugänglichkeit vornehmen wollen. Daten- und Dokumentationsbestände des WISDOM unterliegen daher den folgenden Zugriffsklassen:
Zugriffsklasse A
Das Material unterliegt keinen Beschränkungen und ist von DatengeberInnen für die wissenschaftliche Forschung ohne Einschränkungen freigegeben. Diese Datensammlungen beinhalten Daten, welche anonymisiert wurden um Vertraulichkeit zu gewährleisten. Der Inhalt solcher frei zugänglichen Daten wurde sorgfältig geprüft, um das Risiko von Vertraulichkeitsverletzungen durch direkte Informationsangaben oder abgeleitete Analysen zu reduzieren. Es lässt sich nicht vermeiden, dass einige Informationen aus den Originaldaten dafür entfernt oder unkenntlich gemacht werden müssen. Trotz der freien Nutzungsmöglichkeit der Daten für wissenschaftliche Forschung und Lehre müssen NutzerInnen den Verwendungszweck bekannt geben und den Nutzungsvereinbarungen in schriftlicher Form zustimmen.
Zugriffsklasse B
Die DatengeberInnen bestehen auf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung Ihrerseits vor der Datenweitergabe an NutzerInnen. Dies betrifft sämtliche Formen maschinenlesbarer Datensätze, jedoch nicht die Weitergabe der Dokumentation (wie z.B. Fragebögen etc.). Bei der Wahl dieser Zugriffsklasse können DatengeberInnen von Fall zu Fall gezielt über die Nutzung der von ihnen archivierten Daten bestimmen. Diese Option wird auch dann genutzt, wenn DatengeberInnen daran interessiert sind, eventuell mit potentiellen NutzerInnen zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen. Diese Kategorie erlaubt es DatengeberInnen, die Nutzung der Daten zu kontrollieren, bedeutet aber auch einen administrativen Mehraufwand, bei der Bearbeitung der Anfragen und den Wartezeiten bei der Datenverfügbarkeit.
Zugriffsklasse C
Die DatengeberInnen legen eine zeitliche Sperrfrist fest. Diese gilt jedoch nicht für die Dokumentation (wie z.B. Fragebögen etc.). Nach Ablauf dieser Frist wird der Datensatz automatisch als Kategorie A klassifiziert. Diese Option wird von einigen DatengeberInnen präferiert, die aufgrund des dann geringeren Aufwands ihre Daten sofort nach Projektende an das Archiv übermitteln, diese aber erst nach Abschluss einer Publikation veröffentlichen wollen.
Zugriffsklasse D
Die DatengeberInnen legen eine zeitliche Sperrfrist fest. Diese gilt jedoch nicht für die Dokumentation (wie z.B. Fragebögen etc.). Nach Ablauf dieser Frist wird der Datensatz automatisch als Kategorie B klassifiziert und bedarf einer schriftlichen Genehmigung zur Weitergabe. Diese Option entspricht der Zugriffsklasse C, nur dass die Daten nach Ablauf der Sperrfrist nur nach Rücksprache mit den DatengeberInnen weitergegeben werden dürfen.
Zugriffsklasse E
Die DatengeberInnen überlassen sämtliche Daten und Dokumente dem WISDOM nur zur Archivierung und der Zugang zu diesen ist für NutzerInnen gesperrt. Das WISDOM publiziert ausschließlich die Basisdokumentation (Studiennummer, Erhebungszeitraum, Primärforscher, Titel der Studie, etc.). Die Sperre kann nur mit dem Einverständnis von DatengeberInnen gelockert werden. Diese Kategorie wird nur in seltenen Fällen vom Archiv zugelassen, da WISDOM grundsätzlich den freien Zugang zu Daten für die wissenschaftliche Forschung unterstützt und auch den Bearbeitungsaufwand rechtfertigen muss. Bei ganz besonders sensiblen Daten, ist es, um einem Verlust vorzubeugen, möglich, die Daten ausschließlich am WISDOM zu archivieren. Im Umgang mit qualitativen Daten stellen sich derartige Vertraulichkeitsfragen eher, als bei quantitativen Daten. DatengeberInnen sollten jedoch das Archiv kontaktieren, um u.U. passendere Nutzungsmöglichkeiten der Daten vorab abzuklären.